Übersteuern, untersteuern

Wo kann man sich derzeit eigentlich noch sicher vor SARS-CoV-2 wähnen? In Tristan da Cunha vielleicht, obwohl sich da, wenn man Google Maps trauen darf, mittlerweile selbst in Vulkankratern mehr Döner-Läden breitgemacht haben, als man anhand der abgelegenen Lage vermuten dürfte. Was sonst noch schlechte Laune macht? Zweckoptimismus zum Beispiel, und falsch verschlagwortete Songs auf Spotify.
Bild: Google Maps
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Knietief im Dispo

Livemusik ist aus nachvollziehbaren Gründen aktuell schwer vorzufinden. Macht man sie sich halt selber, im neuerdings technisch beängstigend gut aufgestellten Studio Schnelsen. Auch ein Mittel gegen die allgegenwärtige Informationsüberflutung in diesem seltsamen Frühherbst, neben dem Sammeln obskurer Synthesizer oder von Fotos von Gullydeckeln aus aller Welt.

Zu viel Geprügel

Das Merkwürdige an so einer Pandemie ist die Verwirrung, die sie stiftet: Nicht mal Nazis wissen jetzt noch, welche Fahne sie hissen sollen. Im Zweifelsfall hauen sie dann halt einfach zu, was dann hinterher natürlich nicht so gemeint war. Geprügel ist selbstverständlich abzulehnen, außer im musikalischen Sektor, wo das oft ganz gut zur spätsommerlichen Bruthitze passt.

Polyrhythmen und komische Tonleitern

Sollten wir jemals eine Band gründen, dann wissen wir jetzt, wie wir sie nennen: Superspreader. Außerdem dauerhaft aus dem Leben verbannt werden Netflix, Geisterfußball und sinnfreie Geschäftsreisen, stattdessen gibt es jetzt Mubi, wo man zum Einschlafen prima bosnische Experimentalfilme kucken kann. Nämlich, Gözyaşları Yalan Söylemez.