Jazz und Solipsismus

Das Ruhrgebiet hat deutlich mehr zu bieten als das Derby Dortmund gegen Schalke. Zum Beispiel eine Reise in längst verschollen geglaubte Universen, in denen es Mariacron gibt und Asbach Uralt, Hawaii-Toast, Tiefkühlkroketten, Pfirsich Melba und Florida Boy. Ferner setzen wir uns mit der Frage auseinander, warum Feuilletonisten keine barrierefreie Sprache mehr beherrschen, sobald Björk ein Album herausbringt. Aber Vorsicht! Enthält schlimme Wörter, die sich auf "böse" reimen.
Neueste Episoden

Rohrkrepierer

Sollten sie demnächst in der CD-Abteilung im Media Markt darüber nachdenken, das Angebot neu zu strukturieren, wir hätten da ein paar Ideen: "Nachdenkliche Frauen aus Südskandinavien" zum Beispiel, "Verunglückte Cover aus den 90-ern", oder auch "Jazz ohne Gitarre, dafür mit Sequencer". Wir wären jedenfalls die treuesten Käufer. Das und vieles mehr, sogar Key Race Alerts wie bei CNN.

Knietief im Dispo

Livemusik ist aus nachvollziehbaren Gründen aktuell schwer vorzufinden. Macht man sie sich halt selber, im neuerdings technisch beängstigend gut aufgestellten Studio Schnelsen. Auch ein Mittel gegen die allgegenwärtige Informationsüberflutung in diesem seltsamen Frühherbst, neben dem Sammeln obskurer Synthesizer oder von Fotos von Gullydeckeln aus aller Welt.

Zu viel Geprügel

Das Merkwürdige an so einer Pandemie ist die Verwirrung, die sie stiftet: Nicht mal Nazis wissen jetzt noch, welche Fahne sie hissen sollen. Im Zweifelsfall hauen sie dann halt einfach zu, was dann hinterher natürlich nicht so gemeint war. Geprügel ist selbstverständlich abzulehnen, außer im musikalischen Sektor, wo das oft ganz gut zur spätsommerlichen Bruthitze passt.